Der Schulschach-Kongress als Ideenfabrik

Schulschach-Kongress 2017

An einem verregneten Freitagnachmittag im November machten wir uns auf nach Trier, die älteste Stadt Deutschlands, um dort am Schulschach-Kongress 2017 teilzunehmen, gleichsam als Repräsentanten der frisch zur Deutschen Schachschule gekürten Friedrich-Ebert-Realschule und – als einzige Oberhausener Schulschachaktivisten – als Vertreter der Oberhausener Schulschachszene.

Bei der Tagung der Deutschen Schachschulen gleich nach unserer Ankunft ging es insbesondere um die Thematik, wie der Schulschach- bzw. Schachschul-Gedanke weiter ausgebaut und verbreitet werden kann, z.B. durch Vernetzung bereits vorhandener Schachschulen oder auch eine bessere Dokumentation des bundesweiten Projekts.  Kein leichtes Unterfangen, da ja die offiziellen Schachschulen auf ganz Deutschland verteilt sind, sodass sich Anknüpfungspunkte nicht unbedingt von selbst ergeben. Die anschließende Weinprobe – immerhin befanden wir uns mitten im Weinbaugebiet an der Mosel – mit erlesenen Riesling-Weinen in verschiedenen Ausbaustufen rundete den bereits fortgeschrittenen Abend auf informative und vor allem schmackhafte Weise ab.

Den eigentlichen Schwerpunkt des Kongresses bildete der Workshop-Samstag. Dieser fand in den Räumlichkeiten der Integrierten Gesamtschule Trier statt, wo Schach sogar als Wahlpflichtfach angeboten wird.

Schulschach-Kongress 2017
Schach als Brücke

Bei den Workshops reichte das Spektrum von kleinen, praktischen Spielideen für den Unterricht bis hin zu schwierigen Fragen der Heterogenität von Lerngruppen oder auch der Erschließung unterschiedlicher Motivationsdispositionen. Da man als Einzelperson lediglich drei Workshops belegen kann, ist es durchaus hilfreich, sich mit mehreren Teilnehmern auf verschiedene Workshops aufzuteilen, um möglichst viele Eindrücke und Ideen mitzunehmen. Zu zweit konnten wir immerhin sechs Workshops besuchen und uns anschließend darüber austauschen. Dennoch mussten wir uns viele interessante Themen entgehen lassen.

Zwischen den Workshops präsentierten wir auf dem Markt der Möglichkeiten Kunst-Exponate zum Thema Schach, die in den Jahrgängen 6 und 10 der FER angefertigt worden waren. Die Resonanz war großartig und wog den mit dem Transport verbundenen Aufwand auf.

Leider konnten wir von der Stadt selbst nicht so viel sehen, wie sie es verdient gehabt hätte. Zeitmangel, Schmuddelwetter und früher Einbruch der Dunkelheit machten uns einen Strich durch die Rechnung.

Was nach diesem intensiven Wochenende bleibt, ist der Eindruck, dass jeder an Schulschach Interessierte den Schulschach-Kongress regelmäßig in seinem Terminkalender vormerken sollte. Dort bekommt man nicht nur eine Flut von Anregungen zum Thema, sondern auch die Möglichkeit zum regen Austausch mit anderen Aktivisten.

Wir freuen uns schon jetzt auf Ingolstadt im kommenden Jahr.

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