Von 9 bis 76 – Tandemschach an der Friedrich-Ebert-Realschule

FER-Tandemschach

Mit Tandemschach ist es ganz einfach: Man liebt es, oder man liebt es nicht. In der Regel verhält sich die Beliebtheit umgekehrt proportional zur Reife des Spielers, weshalb diese spaßige Schachvariante in den Vereinen eher ein Schattendasein fristet – völlig zu Unrecht, wie das 1. Tandemschach-Turnier der Oberhausener Friedrich-Ebert-Realschule bewies.

Mit 27 2er-Teams war dieses auf den frühen Dienstagnachmittag gelegte Schulturnier nicht nur erstaunlich gut besetzt, das Teilnehmerfeld entpuppte sich zudem als genau jene bunte Mischung, welche die Organisatoren mit ihrer Idee vor Augen gehabt hatten.

Zahlreiche Schüler, tapfere Eltern, mutige Lehrer, ehrgeizige Vereinsspieler, furchtlose Grundschüler und ein liebenswerter Opa hatten den Weg in die Aula der FER gefunden – vom 9-jährigen bis zum 76-jährigen. Einzige Teilnahmevoraussetzung: Jedes Team musste am 1. Brett mit einem Schüler, Lehrer oder Mitarbeiter der FER bestückt sein.

Wer schon einmal Tandemschach gespielt hat, weiß, wie chaotisch es durch die Weitergabe von geschlagenen Figuren auf den Brettern zugehen kann. Die Besonderheiten des Spiels ermöglichen und fordern geradezu taktische Schlagabtäusche, wie sie in einer klassischen Schachpartie nicht zustande kommen. Daher rührt eben auch der hohe Unterhaltungswert des Tandemschachs. Dazu kommt noch der kommunikative Faktor. Die Teamspieler sitzen eben nicht einfach nur nebeneinander und spielen stumm vor sich hin, sondern tauschen sich im Idealfall auch verbal eifrig aus, fordern Figuren an, geben Tipps und entwickeln eine gemeinsame Vorgehensweise.

Durch diese Besonderheiten ist beim Tandemschach nicht allein die Spielstärke im Schach entscheidend, sondern die schnelle Auffassungsgabe und Kreativität, das taktische Einbeziehen von Figuren, die noch gar nicht auf dem Brett sind, und eben die gute Kommunikation innerhalb eines Teams.

Siegreich: Evil Donuts
Siegreich: Evil Donuts

Fünf Teams lieferten sich ein heißes Rennen um den Sieg. Die frisch zusammengewürfelten Chess Kings mit 50% Grundschuleifer sowie Tsuki ga Kirei mit Asia-Power und Altersweisheit hielten lange mit, mussten sich am Ende aber mit den Rängen 5 bzw. 4 begnügen. Auf Rang 3 landete ein reines Mädchen-Team: Die lustigen Himbeeren mit Gina Emmerich und Annika Labuda, hauchdünn hinter den Coolen aus Osterfeld mit Matthias Brückner und Larissa Barutta. Zu aller Erstaunen konnte sich ein reines FER-Team den Sieg sichern: Die Evil Donuts mit Nikolas Windheuser und Sefa Hatiloglu.

Dazu gab es diverse Sonderpreise für den besten Teamnamen (Schwarzweißklinik), das beste Outfit (Unicorn Sisters) usw. Doch am wichtigsten ist vielleicht die Erkenntnis, dass ein derart unterhaltsames Mehrgenerationen-Spaß-Schachturnier unbedingt zum festen Bestandteil des Schuljahres an der Friedrich-Ebert-Realschule werden sollte.

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